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  Begriffserläuterungen
Intelligenz im richtigen Outfit – Industriecomputer nach MASS  

 
19“-Systeme
sind anschlussfertige Maschinensteuerungen in Standard-Baugruppenträgern mit der genormten 19“-(483mm) Frontbreite. Diese volle Breite entspricht 84TE (Maßeinheit Teileinheiten). Es kommen auch kleinere Standard-Breiten von ¾, ½ oder 1/3-19“-Racks vor, was den Norm-Maßen 63TE, 42TE, 28TE entspricht. 
19“-Racks sind in unterschiedlicher Höhe (Maßeinheit HE) und Tiefe verfügbar. Die gebräuchlichsten Höheneinheiten sind 3HE und 6HE welche für einfach bzw. doppel- Europakarten eingesetzt werden. Sie werden bestückt mit Netzteil, Busplatine, SBC, PC-Peripheriekarten, Laufwerk(en), Frontfolien-Tastatur oder Tastaturschublade und Display sowie diversen I/O-Karten. Alle Schnittstellen sind auf Standard-Steckverbinder in der Front- oder Rückwand verdrahtet.
   
 

Baseboard
ist eine Trägerplatine, welche Tochterboards (Aufsteckplatinen) aufnehmen kann. Auf dem Baseboard können zusätzliche Schaltungen, Schnittstellen und Steckverbinder sein, die nach anwendungsspezifischen Merkmalen optimiert sind.

   
  Blackboxes
bestehen aus einem Singleboard-Computer, diversen Peripherie-Modulen und dem Netzteil. Anzeige/Tastatur sind extern anschließbar. Die Geräte sind in 19“-Kassetten, einem Blech-, Kunststoff- oder Alu-(Strangguß)gehäuse eingebaut.
   
  Client-specific solution
kundenspezifische Lösung. Im Gegensatz zu Standardgeräten, die in größerer Stückzahl hergestellt werden, sind dies Sondergeräte, die für eine bestimmte Anwendung nach den Wünschen des Kunden hergestellt werden.
   
  CPCI
Compact PCI ist ein Industrie-Bus Pinning, das für Europakarten entwickelt wurde. Er ist das Gegenstück zum PCI-Bus in Konsumer-PCs und ist Nachfolger des altbekannten ISA-Busses. Der CPCI ist mit indirekten Steckverbindern realisiert und wird meist für Busplatinen eingesetzt.
   
 

Embedded systems
sind „eingebettete“ Computereinheiten. Im Unterschied zu Standardcomputern sind dies keine abgeschlossenen Universalgeräte mit einer Vielzahl von Funktionen und eigenem Gehäuse, sondern beschränken sich auf die unbedingt notwendigen Aufgaben und haben meist ein maßgeschneidertes Gehäuse.

   
 

Headless Computers
sind ähnlich wie Blackboxes; jedoch ist kein Grafikteil enthalten. Diese IPCs laufen üblicherweise als Vollautomaten „rund um die Uhr“.

   
  HMI
das Human-Machine-Interface oder Mensch-Maschine-Schnittstelle. Üblicherweise ein Bedien- & Anzeigesystem für Maschinen/Anlagen/Geräte.
   
  LCD / TFT
Liquid-crystal display (Flüssigkristall-Display) / Thin film transistor (Dünnschicht-Transistor) Technik. Diese Farbdisplays ersetzen Monitore in fast allen Anwendungen wegen ihrer hohen technischen Vorteile.
   
  OEM
Original-equipment-manufacturer. Ein Hersteller von Systemen, der für seine Geräte fertige Baugruppen und/oder Softwaremodule von Fremdfirmen bezieht und sie in seine eigenentwickelte Gesamtlösung einbindet.
   
  Outsourcing
Vergabe von Arbeiten an Fremdfirmen, die bisher im eigenen Unternehmen ausgeführt wurden. Das Outsourcing unterstützt die Management-Philosophie, dass nur Kernkompetenzen mit ausreichendem regelmäßigen Arbeitsanfall in der eigenen Firma bearbeitet werden; jedoch alle gelegentlichen Arbeiten wirtschaftlicher von Fremdpersonal erledigt werden können.
   
  Panel-Displays
sind Monitore, die anstelle der klassischen Bildröhre ein Flachdisplay enthalten.
   
  Panel-PCs
sind intelligente Terminals; im Terminal befindet sich zusätzlich ein kompletter IPC.
   
  Sandwich-Packs
sind Karten-Bausätze ohne Gehäuse, bestehend aus einem LCD mit Frontrahmen und Schutzscheibe, einem optionalen Touchscreen und direkt hinter dem LCD einen SBC. Dieser enthält alle benötigten Rechnerkomponenten und zusätzlich den Backlight-Inverter für das Display, den Touchscreen-Controller sowie das Netzteil.
Sandwich-Packs werden von Firmen eingesetzt, die ihre Gehäusemechanik selbst entwickeln oder Ihren individuellen IPC in sehr beengte oder abnormale Platzverhältnisse einbauen.
   
  SBC
Singleboard-Computer enthalten (meist lüfterlose) Prozessoren vom 386-er bis Pentium IV, den Arbeitsspeicher, Grafikadapter mit Monitor- und/oder Flatpanel-Anschluß, eine bootfähige  Halbleiterdisk oder Harddisk, Anschlüsse für Tastatur, Touchscreen und alle Schnittstellen.
Erweiterungen sind über Tochterboards in den Formaten PC104(+), PC-Card, Mini-PCI oder über Busplatinen möglich; z.B. Netzwerk-, Feldbusadapter, Zusatzschnittstellen etc.
   
  Stand-alone-PC
frei stehendes Gerät mit allen benötigten Funktionen, welches anstelle Einbau in einem Schrank oder Pult mit einem allseits abgeschlossenem Gehäuse und mit Standfuß oder Wandbefestigung bzw. Tragarm ausgerüstet ist.
   
  Terminals
sind Bedien- und Anzeige-Panels ohne eigenen SBC, die an abgesetzte IPCs angeschlossen werden. Sie bestehen aus der Frontplatte mit Flachdisplay unterschiedlicher Größe, Touch-Sensor oder Frontfolientastatur, Grafik-A/D-Wandler, bei Bedarf Leitungstreiber und Einbaumechanik. MASS liefert die Gehäusevarianten Fronttafel (für Baugruppenträger, Schaltschranktür- bez. Pult-Einbau) oder Stand-alone (Alu-, Stahlblech- bez. Kunststoffgehäuse mit Standfuß oder Tragarm.
   
  TSC
Touchscreen controller. Auswerte-Elektronik des Touch screen Sensors, die über eine RS232-, PS/2- oder USB-Schnittstelle an den IPC angeschlossen wird und die Bediener-Eingaben liefert.
   
  TSS
Touch screen sensor. Modernes Hilfsmittel zur Bedienung eines Gerätes, welches mit einem Flachdisplay ausgestattet ist (Tastatur-Ersatz). Der Touchscreen wird auf die Front des Displays montiert. Auf dem Display werden Menüs oder Icons angezeigt, die zur Bedienung angewählt werden können. Der Touch-Sensor leitet die Positions-Koordinaten, die bei Berührung des Bildschirmes ermittelt werden, an eine Auswerte-Elektronik.
   
  VAR
Value-added reseller. Systemhäuser oder Lieferanten, die ein zugekauftes oder im Vertrieb angebotenes IT-Produkt durch eigene Ergänzungen (Hard- oder Software) vervollständigen und als fertige Endlösung anbieten.